kann in deutscher Sprache in etwa als
Durchschnittskosten-Effekt bezeichnet werden. Er tritt ein, wenn Sie nicht eine
Einmalzahlung, sondern regelmäßig monatlich eine konstante Summe zum Kauf von Investmentfondsanteilen
einsetzen. Dadurch werden bei tiefen Kursen mehr, bei hohen Kursen weniger
Anteile gekauft
Im Laufe der Zeit, mal schneller, mal langsamer,
stellt sich immer heraus, dass Sie insgesamt einen durchschnittlichen
Einstandspreis gezahlt haben.
Bei einer Einmalzahlung hingegen haben Sie nur ein
einziges Mal gekauft, und ob dies ein günstiger oder ungünstiger Zeitpunkt war
wird sich erst nach geraumer Zeit herausstellen.
Ich möchte Ihnen diesen Effekt am Beispiel des
Nordea 1 European Value Fund darstellen, einem sehr gut gemanagten, soliden
Fonds darstellen, der zu meinen Fondsfavoriten zählt. Als Betrachtungszeitraum
habe ich die 48 Monate von Oktober 2000 bis Oktober 2004 gewählt. In diesem
Zeitraum erlebten wir an den Börsen einen sog. Jahrhundert-Crash. Ich wähle
diesen Zeitraum, weil sich in ihm der Unterschied zwischen Einmalzahlung und
Sparplan exemplarisch gut darstellen lässt.
Ein Anleger, der am 01.10.2000 mit einer
Einmalzahlung von z.B. 4.800,-- € und einem Ausgabeaufschlag von 3 % in diesen
Fonds einstieg, hatte am 01.10.2004 einen Gegenwert von 4.329,54 €, befand sich
also nach durchlittenem Börsencrash immer noch mit 9,80 % im Minus.
Beim Sparplan hingegen ist jede monatliche
Einzahlung als eine gesonderte Einmalzahlung anzusehen. Zahlte er also im
selben Zeitraum 48 x 100.-- € in monatlichen Beträgen ein, so hatte er am
01.10.2004 einen Depotwert von 5.283,77 €, also zumindest ein kleines Plus von
9,00 % erzielt.
Der Anteilspreis, zu dem am 01.10.2000 begonnen
wurde, lag bei 286,15 €. Er fiel von da an von Monat zu Monat und erreichte im
April 2003 mit 177,74 € seinen niedrigsten Wert.
Etwas zynisch ausgedrückt: Der Anleger im Sparplan
konnte sich von Oktober 2000 bis April 2003 darüber „freuen“, dass die Kurse
von Monat zu Monat fielen, und er für seine monatlichen Einzahlungen von 100,--
€ von Monat zu Monat mehr Anteile erhielt. Der Einmalanleger vom Oktober 2000
hat diese Monate wohl mit anderen Gefühlen „durchlitten“.
Der Durchschnittskosten-Effekt bringt in einem
Umfeld von stark schwankenden Kursen (hohe Volatilität) Vorteile, sowohl bei
steigenden als auch bei fallenden Kursen.
Nur in einer Zeit langfristig steigender Kurse
(stabile Erholungs- bzw. Aufwärtsbewegung ), wie wir zum Beispiel seit März
2003 erleben, in der es bisher keine nennenswerten Rückschläge gab, ist die
Wahrscheinlichkeit, dass Einmalzahlungen günstiger sind, groß. Zumal wenn man
das Glück hat, am Anfang dieses langfristigen Aufschwungs zu kaufen. Nur ist
unseren Kaufempfehlungen im Frühjahr 2003 kaum ein Kunde gefolgt, da der Schock
der vergangenen Jahre noch zu tief saß.
Sparpläne sind daher in der Regel nicht etwa eine
Alternative zur Einmalanlage, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Beides zusammen
in maßgeschneiderter Gewichtung ergibt das runde Ganze!
Da meine Kunden bereits mit 25,-- € monatlich in
einen Sparplan einsteigen können, sollte es eigentlich kein Depot geben, in dem
der Sparplan völlig fehlt.
Hier finden Sie eine detaillierte Verlaufsdarstellung über die Entwicklung von Einmalzahlung und Sparplan.