Sehr geeehrte Kunden,
die vergangenen beiden Jahre forderten von uns allen erhebliche Nervenstärke, die Kursentwicklung
an den Börsen war bis März 2009 wirklich deprimierend. Umso mehr freut es mich, dass Sie 
"bei der Stange" blieben und Anpassungen der Fondsstruktur mit mir zusammen schrittweise
vornahmen. Seit März 2009 zahlt sich dies wieder aus!
In einigen Monatsbriefen hatte ich schon darauf hingewiesen, dass eine ausgeprägte
Abwärtsbewegung an den Börsen keine Katastrophe, sondern ein stets wiederkehrendes
Ereignis ist. Börsenentwicklungen können nicht ununterbrochen nur in eine Richtung gehen, dies
gilt für Aufwärts- wie Abwärtsphasen gleichermaßen. Es kommt auf die Grundrichtung an.
Um dies einmal ganz konkret aufzuzeigen, habe ich Ihnen in der Grafik die Entwicklung des
S&P 500 Index während ausgeprägter Baisse-Phasen und anschließender Hausse-Bewegungen
aufgezeigt.
 Länger anhaltende Abwärtsphasen an den Börsen Wertentwicklung nach dieser Baisse
         
Börsen-Baisse Dauer Verlust 1 Jahr später 3 Jahre später 5 Jahre später
29.05.1946 - 19.05.1947  12 Monate  minus 28,5 %  plus 18,9 %  plus 37,0 %  plus 71,5 %
     
15.07.1957 - 22.10.1957   3 Monate  minus 20,7 %  plus 31,0 %  plus 35,2 %  plus 41,6 %
     
12.12.1961 - 26.06.1962   6 Monate  minus 28,0 %  plus 32,7 %  plus 56,0 %  plus 75,2 %
     
09.02.1966 - 07.10.1966   8 Monate  minus 22,2 %  plus 29,8 %  plus 31,5 %  plus 33,0 %
     
29.12.1968 - 26.05.1970   5 Monate  minus 36,1 %  plus 43,8 %  plus 55,2 %  plus 30,4 %
     
11.01.1973 - 03.10.1974  21 Monate  minus 48,2 %  plus 38,1 %  plus 55,4 %  plus 76,0 %
     
13.02.1980 - 27.03.1980   1 Monat  minus 17,1 %  plus 50,9 %  plus 70,2 %  plus 101,2 %
     
25.08.1987 - 04.12.1987   3 Monate  minus 33,5 %  plus 20,9 %  plus 39,6 %  plus 82,0 %
     
24.03.2000 - 10.04.2002 24 Monate  minus 49,8 %  plus 21,5 %  plus 10,1 %  plus 40,2 %
   
* zahlenmäßig festgemacht an der Entwicklung des breiten amerikanischen S&P 500 Index
Diese Grafik soll lediglich aufzeigen, dass die gegenläufigen Phasen gesetzmäßig immer wieder
auftraten. Ein theoretischer Anleger, der das Pech hatte, exakt am 24.03.2000 den S&P 500 zu
kaufen, hatte am 10.04.2002 einen Verlust von 49,8 % und wäre auch 2009 noch nicht wieder
im Plus, denn nach 50 % Verlust benötigt man 100 % Gewinn, um wieder bei +/- null zu sein.
Das belegt einerseits die Bedeutung einer klaren Depotausrichtung, andererseits aber auch der
ständigen Kontrolle und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Ich hoffe, dass wir auch in
Zukunft zusammen diese Herausforderung meistern werden.